Bitumen Collage

Diese eher aussergewöhnliche Technik durfte ich bei Martin C. Stucki erlernen den ich anlässlich eines Kurses von Martin Eberhard kennen lernte. Fasziniert von dieser Art sich künstlerisch mit neuen Materialien und Techniken auszudrücken meldete ich mich für den nächsten Kurs an und bin begeistert von dieser neuen Stilrichtung.

Kurzer Exkurs zu dem Stoff Bitumen oder auch Erdpech genannt:  „Bitumen (lat. bitumen „Erdpech”) bezeichnet ein sowohl natürlich vorkommendes als auch durch Vakuumdestillation aus Erdöl gewonnenes Gemisch aus verschiedenen organischen Stoffen. Das Materialverhalten ist von der Umgebungstemperatur abhängig und wird als elasto-viskos bezeichnet. Bitumen ist klebrig, abdichtend, nicht flüchtig, und in unpolaren Lösemitteln wie zum Beispiel Toluol weitestgehend bis vollständig löslich. Es kommt im Porenraum einiger Sedimentgesteine (z. B. in Schwarztonsteinen wie dem Kupferschiefer), und in Form von Naturasphalt vor.

Rückstände, die bei der Pyrolyse von Naturstoffen zurückbleiben, sind nicht als Bitumen, sondern als Teer zu bezeichnen. Die Nutzung von Bitumen beginnt bereits in der Antike. So dient Bitumen 6700 v. Chr. zum Modellieren von Augenkonturen an Kalkmörtelstatuen.“

Weitere Hinweise findet man nur noch in Verbindung mit dem Bauwesen die auf unterschiedlichste Verfahren hindeuten. Einen weiteren Hinweis zu diesem Grundstoff findet man auch unter dem Namen Mumia.

„Mumia war zunächst nur die arabische Bezeichnung für Erdpech (Asphalt und Bitumen), abgeleitet vom persisch-arabischen mûm bzw. môm für Wachs. Es wurde seit der Antike als kostbares Heilmittel verwendet. Aufgrund der Ähnlichkeit, der in ägyptischen Mumien vorgefundenen verharzten Balsamierungsprodukten mit diesen Erdpechen, wurde deren Name Mumia oder Mumie auf die mumifizierten Körper übertragen.

Mumie, auch Mumienbraun ist ein „bestechend schönes“[5] tiefbraunes Pigment. Als Künstlerfarbe findet es sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts.[2] Es wurde insbesondere in der Ölmalerei geschätzt, wo es in besonderem Umfang in der damals verbreiteten „altmeisterlichen“ Technik der Braununtermalung verbraucht wurde. Es war von lasierend bis deckend verwendbar und war auch für Schattierung beliebt. Gegen Ende des 19. Jh. kommt auch Extraktion mit Ammoniak, organischen Lösungsmitteln oder ätherischen Ölen in Gebrauch, um eine Substanz zu gewinnen, die in der Literatur unter der Bezeichnung Mumiin geführt wird.“

Für mich ist dieser Grundstoff ein sehr interessantes und vielseitiges Material, das auf unterschiedlichste Weise verwendet werden kann. Nach verschiedenen Kursen bei Martin C. Stucki verfeinerte ich meine Arbeitsmethoden indem ich sie mit anderen Techniken mischte und mit unterschiedlichen Materialien und Oxidationsprozessen experimentierte.

Kurzer bildlicher Abriss der Technik anhand eines Beispiels

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