Acryl

Acryl ist eine der meistverbreiteten Maltechniken neben Aquarell. Sie war mein Wiedereinstieg in die Malerei bei Heinz Ackermann. Mit den heute hochentwickelten Farben gibt es eine unglaubliche Vielfalt diese Technik anzuwenden.

Die Acrylfarben verwende ich heute meistens in einer Mischung mit anderen Techniken um der breiten Masse an Acrylkünstlern zu entgehen.

„Acrylfarben, -lacke oder -anstriche basieren auf Kunststoffdispersionen. Sie sind häufig mit Wasser verdünnbar und trocknen zu einem wasserfesten Film aus. Es gibt aber auch Acryllacke, die auf organischen Lösungsmitteln basieren. Die auf der Basis von polymerisierten Acrylsäureestern hergestellten Acrylharzfarben wurden erstmals Ende der 1940er Jahre in den Vereinigten Staaten, ab den frühen 1960ern auch in Europa, von Künstlerfarbenfabriken für den Gebrauch in der Malerei hergestellt. Sie werden heute auch in Handwerk, Industrie und im Hobbybereich verwendet.“

Acrylfarbe kann als Alternative oder Ergänzung zur Ölfarbe mit den meisten hier üblichen Maltechniken verwendet werden. Die reinen Acrylfarben trocknen sehr schnell. Mit Malmitteln kann dieser Prozess verzögert werden. Die Farbe kann in Impastotechnik mit Pinseln oder Malmessern aufgetragen werden und trocknet auch in starken Schichten ohne Risse. Mit Wasser verdünnt kann die Acrylfarbe lasierend vermalt werden. Mit Hilfe von Acrylbinder können, ähnlich wie in der Aquarellmalerei, dünne Lasuren gelegt werden. Die getrocknete Farbe ist leicht glänzend und bildet einen elastischen Film auf dem Malgrund. Acrylfarbe kann auf jedem fettfreien Malgrund (Leinwand, Holz, Metall und andere) verwendet werden. Bei gleichzeitiger Verwendung von Ölfarben kann die Acrylfarbe als Untermalung angelegt werden. Für stark pastose Arbeitsweisen und eine Bildgestaltung mit Pasten und Gelen werden jedoch feste Bildträger wie Malplatten benötigt. Für Farbtonveränderungen und Lichteffekte wird in der Acrylmalerei mit Modellierpaste und anderen Strukturmitteln wie Effekt-, Faser- und Metallikgel gearbeitet. Gel und Paste können mit Arbeitsgeräten wie Malmesser, Kamm oder Spachtel auf den grundierten Malgrund aufgetragen und anschließend koloriert werden.

Arbeitsgeräte lassen sich mit Wasser reinigen. Nach der Trocknung wird die Farbe wasserunlöslich und muss mit speziellen Lösungsmitteln entfernt werden. Im Gegensatz zu Ölfarbe ist wasserbasierte Acrylfarbe beim Vermalen sehr geruchsarm.

Wie auch andere Malfarben besteht Acrylfarbe aus drei Bestandteilen:

  • Lösungsmittel – lösen die Bindemittel und verdunsten beim Trocknen der Farben. Im Unterschied zur Ölfarbe ist es meist Wasser. Durch dessen Verdunstung verliert die Farbmasse geringfügig an Volumen.
  • Bindemittel – dienen zur Verbindung der Pigmentpartikel untereinander und dieser mit dem Untergrund. Acrylbindemittel bestehen aus Kunstharzteilchen, die sich in hoher Konzentration im Wasser befinden. Bei der Verdunstung des Wassers lagern sich die Partikel enger zusammen und bilden einen elastischen, wasserunlöslichen Film. Die Art des Bindemittels bestimmt die Eigenschaften der Farbe in z. B. Elastizität, Verdünnbarkeit, Haftung.
  • Pigmente – Es gibt organische, anorganische sowie Effektpigmente. „Die wichtigsten Eigenschaften neben dem Farbton sind das Deck- (Abdecken des Untergrundes) und Farbvermögen (Veränderung anderer Farbtöne).“